Mikrotypografie

Die Mikro­ty­po­gra­fie umfasst die Anwen­dung von Typo­gra­fie im Detail : wel­che Schrift­art ver­wen­det wird, wel­cher Schrift­schnitt für wel­che Form der Her­aus­he­bung von Tex­ten ein­ge­setzt wird, wie groß die Lauf­wei­te ist, wel­che Art der Anfüh­rungs­zei­chen ver­wen­det wird, wie bei­spiels­wei­se eine Tem­pe­ra­tur von –10 °C kor­rekt gesetzt wird und so wei­ter.

Mittelalter

Die Spät­an­ti­ke und das frü­he Mit­tel­al­ter waren von der soge­nann­ten Unzia­le geprägt. Cha­rak­te­ris­tisch für die Unzia­le war der Ver­zicht auf Seri­fen und der Umstand, dass bei ihr nicht alle Zei­chen die­sel­be Höhe auf­wie­sen. Man­che Zei­chen haben Erwei­te­run­gen, die unter die Grund­li­nie rei­chen, und ande­re ragen über die Höhe der meis­ten Buch­sta­ben hin­aus nach oben).

Man spricht von Unter- und Ober­län­gen.
Im Früh­mit­tel­al­ter waren ver­schie­de­ne For­men der Unzia­le noch die Haupt­schrift. Ein ein­heit­li­ches Schrift­sys­tem gab es zu die­ser Zeit noch nicht, son­dern Regio­nen und Klös­ter pfleg­ten einen eige­nen Zweig der Unzia­le. Ver­wen­det wird die Unzia­le bis heu­te als kal­li­gra­fi­sche Zier­schrift.