Ladezeit einer Webseite

Die Lade­zei­ten von sta­ti­schen und dyna­mi­schen Web­sei­ten vari­ie­ren häu­fig. Die Grün­de dafür sind leicht nach­zu­voll­zie­hen.

Goog­le äußert sich zu Bewer­tun­gen bezüg­lich der Lade­zei­ten von Web­sei­ten fol­gen­der­ma­ßen : „Vie­le Fak­to­ren kön­nen sich auf die Lade­zeit dei­ner Inter­net­sei­te aus­wir­ken, kei­nen ein­zi­gen soll­test du ver­nach­läs­si­gen und beim Erstel­len neu­er Inhal­te jeweils dar­auf ach­ten, ob der neue Bei­trag sich gut und schnell im Brow­ser auf­ru­fen lässt. Dabei soll­test du immer auch beden­ken, dass nicht jeder User aus dei­ner Ziel­grup­pe mit einem moder­nen Rech­ner oder einer sehr schnel­len Inter­net­ver­bin­dung online geht.“

PlugIns :

Skrip­te und PlugIns sol­ten immer nur dann gela­den wer­den, wenn sie auch benö­tigt wer­den. Word­Press-Anwen­der kön­nen ein Plug-In wie WP Mini­fy nut­zen, um CSS-und JS-Datei­en zu kom­pri­mie­ren. PlugIns sol­ten Sie immer nur dann ein­set­zen, wenn es wirk­lich nötig ist – zuguns­ten von Lade­zei­ten soll­ten Sie auf Spie­le­rei­en ver­zich­ten, die für das Lesen oder Kau­fen Ihrer Inhal­te nicht wirk­lich gebraucht wer­den.

Daten­ban­ken :

Daten­ban­ken wol­len gehegt und gepflegt wer­den. Neben regel­mä­ßi­gen Back­ups soll­ten Sie ab und zu auf­räu­men und kom­pri­mie­ren, in Word­Press z. B. mit WP-Opti­mi­ze. Ganz wich­tig ist auch das Caching (das Spei­chern von Inhal­ten im Brow­ser­spei­cher) – mit akti­vier­tem Cache wird die Daten­bank ent­las­tet und die Sei­te im Brow­ser des Users schnel­ler gela­den.

Bil­der und Medi­en :

Auch die Bil­der­grö­ße kann ein Fak­tor sein : Es genügt nicht, Grö­ßen­an­ga­ben in den Quell­code zu set­zen, um die Ansicht eines hoch auf­lö­sen­den Fotos zu „ver­klei­nern“.

Das Bild bleibt ja wei­ter­hin so mäch­tig und benö­tigt viel Zeit, um voll­stän­dig gela­den zu wer­den. Mit Tools wie GIMP oder bes­ser Pho­to­shop lässt sich jedes Bild so zuschnei­den, dass es die zum Blog-Lay­out pas­sen­de Grö­ße hat, aber eben auch nicht mehr.

Web­hos­ter :

Bei der Anmie­tung von Webspace soll­ten Sie wie­der lie­ber klot­zen als kle­ckern, denn die preis­wer­tes­ten Hos­ting-Accounts für Web­sei­ten und Blogs haben oft Leis­tungs­schwä­chen, weil jedes Pro­jekt sich den Platz mit hun­der­ten von ande­ren teilt.

Goog­le Ana­ly­tics :

Mit Goog­le Ana­ly­tics kön­nen Sie das Ver­hal­ten der Web­site im Bereich Geschwin­dig­keit prü­fen. Weil die Aus­wer­tung nach Brow­ser-Typen auf­ge­teilt ist, las­sen sich hier auch tech­ni­sche Pro­ble­me mit ein­zel­nen Web-Brow­sern erken­nen.

Außer­dem zeigt Goog­le Ana­ly­tics und Goog­le Page­S­peed an, wel­che Sei­ten lang­sam sind, sodass Sie kon­kret an der Opti­mie­rung arbei­ten kön­nen : Bil­der und Inhal­te mini­mie­ren, CSS und Java­Script aus­la­gern, Caching ein­schal­ten – das Goog­le-Tool gibt Ihnen sogar gleich die pas­sen­den Tipps und macht Vor­schlä­ge, wie sich der Page Speed stei­gern lässt.

Die Hin­wei­se auf die rich­ti­gen Vor­ge­hens­wei­sen, Datei­grö­ßen und For­ma­te hel­fen Ihnen dabei, bei der Erstel­lung der nächs­ten Inhal­te von Anfang an auf sol­che Details zu ach­ten.

Der Auf­wand lohnt tat­säch­lich und wird belohnt ! Denn eine Web­site, die schnell und zufrie­den­stel­lend lädt, infor­miert Ihre Besu­cher ohne Frust und War­te­zei­ten und ist immer auch ein Image-Fak­tor.

Neben der Nut­zer­freund­lich­keit wird das Ran­king in der orga­ni­schen Suche beein­flusst : Lau­ter gute Grün­de also, die Lade­zeit Ihrer Web­site regel­mä­ßig zu che­cken.

PlugIns :

  • WP Mini­fy
  • WP Super Cache
  • W3 Total Cache
  • Hyper Cache
  • WP Rocket

Eines die­ser Caching PlugIns soll­te man instal­lie­ren, um die Lade­zei­ten der Sei­te zu ver­bes­sern. Wel­ches das rich­ti­ge ist, muss man selbst aus­pro­bie­ren, je nach Sei­ten­grö­ße und Art des The­mes.

Plug-In zum Auf­räu­men der Daten­bank :

  • WP-Opti­mi­ze

Tools zur Ana­ly­se :

  • Goog­le Ana­ly­tics
  • Goog­le Page­S­peed

Ein kos­ten­lo­ses, aber genia­les Werk­zeug zur Mes­sung der Lade­zei­ten ist der Page­s­peed-Test von Goog­le.

https://​deve​lo​pers​.goog​le​.com/​s​p​e​e​d​/​p​a​g​e​s​p​e​e​d​/​i​n​s​i​g​hts

Nach einem Test mit einer lee­ren Word­Press-Instal­la­ti­on brach­te eine Mes­sung die­se Ergeb­nis­se :

Immer­hin ! 71 von 100 Punk­ten ist für eine lee­re Word­Press-Sei­te nicht schlecht.

Aber was genau meckert das Tool denn an ?

Die­se Punk­te gehö­ren ver­bes­sert :

  • Kom­pri­mie­rung akti­vie­ren
  • Ant­wort­zeit des Ser­vers redu­zie­ren
  • Brow­ser-Caching nut­zen
  • CSS redu­zie­ren
  • Java­Script redu­zie­ren

Außer­dem wird eine Feh­ler­be­he­bung vor­ge­schla­gen. Durch die Kom­pri­mie­rung der Res­sour­cen mit gzip oder defla­te kann die Anzahl der über das Netz­werk gesen­de­ten Bytes redu­ziert wer­den.

Lateinische Schrift

Das Grie­chi­sche Alpha­bet gelang­te unter ande­rem zu den Etrus­kern und soll, wie Harald Haar­mann in »Geschich­te der Schrift« beschreibt, über die dama­li­ge Pro­vinz­stadt Rom zu den Lati­nern im heu­ti­gen Ita­li­en gelangt sein. Als sich Rom anschick­te, zur Welt­macht auf­zu­stei­gen, tru­gen die Römer ihre latei­ni­sche Schrift in alle Tei­le der dama­li­gen Welt. An die etrus­ki­sche Her­kunft ihrer Schrift woll­te der stol­ze Römer dabei nicht mehr ger­ne erin­nert wer­den.

Doch der Anteil der Etrus­ker an der Ent­wick­lung der heu­te als latei­ni­sche Schrift bezeich­ne­ten Schrift­form darf nicht unter­schätzt wer­den, erläu­tert Haar­mann.

Um den Beginn der neu­en Zeit­rech­nung war die latei­ni­sche Schrift in Form der » Römi­schen Qua­dra­ta« aus gego­ren.
Den Namen trägt die »Qua­dra­ta« daher, dass ihre Buch­sta­ben­for­men so weit wie mög­lich vom Qua­drat abge­lei­tet sind.

Unter­schie­den wird die »Capi­ta­lis Monu­men­ta­lis«, die pri­mär an Monu­men­ten in Stein geschla­gen wur­de, und die »Capi­ta­lis Qua­dra­ta«, die als Buch­schrift der Römer gilt. »Capi­ta­lis« des­halb, weil es sich um eine Ver­sal­schrift han­delt also eine Schrift, die nur aus Groß­buch­sta­ben besteht. Der Begriff der Capi­ta­lis fin­det sich im eng­li­schen Begriff »Caps« für »Groß­buch­sta­be« und »Small Caps« für »Kapi­täl­chen«

Der bekann­tes­te Trä­ger die­ser Schrift­form ist die »Tra­jan­säu­le« aus dem zwei­ten Jahr­hun­dert nach Chris­tus auf dem Pracht forum des Kai­sers Tra­jan in Rom.
Zwar wur­de die­ses Alpha­bet zwi­schen dem 3. und 15. Jahr­hun­dert nicht ver wen­det, doch die ita­lie­ni­schen Dru­cker der Renais­sance haben die per­fek­te Ästhe­tik der For­men wie­der­ent­deckt und als Vor­bild für ihre Druck­schrif­ten her­an­ge­zo­gen, wes­halb uns Men­schen des Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ters die­se Buch­sta­ben­for­men näher sind als jene, die von 300 bis 1400 nach Chris­tus geschrie­ben wur­den.

Eben­so wie die Ägyp­ter ihre Hie­ro­gly­phen ledig­lich zu Reprä­sen­ta­ti­ons­zwe­cken in Stein schlu­gen und für den All­tags­ge­brauch eine Schrift ver­wen­de­ten, die sich ein­fa­cher schrei­ben ließ, hat­ten auch die Römer neben der Capi­ta­lis Monu­men­ta­lis eine flüs­si­ger zu schrei­ben­de All­tags­schrift, die »Capi­ta­lis Rusti­ca«